Irak setzt proiranischen Milizen Frist zur Entwaffnung bis 30. September

Die irakische Regierung erklärte, proiranische bewaffnete Gruppen hätten bis zum 30. September Zeit, ihre Waffen abzugeben. Die Frist ist an das geplante Ende des Einsatzes der von den USA geführten Anti-ISIS-Koalition geknüpft. Regierungssprecher Haidar al-Aboudi sagte, die Gruppen seien informiert worden; gegen Waffen außerhalb staatlicher Kontrolle werde nach Ablauf der Frist rechtlich vorgegangen. Ministerpräsident Ali al-Zaidi erklärte unabhängig davon gegenüber europäischen Botschaftern, die Beschränkung der Waffen auf den Staat werde bereits umgesetzt. Berichten zufolge setzt Washington Bagdad vor Zaidis Besuch in den USA unter Druck, nachdem vom Iran unterstützte Gruppen während des regionalen Kriegs US-Einrichtungen und Golfstaaten angegriffen hatten. Für Israel ist jeder echte Rückbau des Teheraner Miliznetzwerks nur dann zu begrüßen, wenn er durchgesetzt und nicht zu einem weiteren Versprechen auf dem Papier wird.