Frankreich leitet Terrorermittlungen nach Waffenfund nahe Synagoge in Sarcelles ein

Frankreichs Nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft leitete am Sonntag Ermittlungen ein, nachdem die Polizei in einem unbesetzten gestohlenen Auto nahe einer Synagoge in Sarcelles, wo eine große jüdische Gemeinschaft lebt, Waffen und Magazine gefunden hatte. Die Behörden evakuierten rund 300 Menschen aus einem Kino, Geschäften und Restaurants, nachdem das Fahrzeug am Samstagabend aufgefallen war. Die Ermittler fanden ein Sturmgewehr, das mit sieben Patronen geladen war, sowie eine mit zehn Patronen geladene Handfeuerwaffe; Sprengstoffexperten fanden keinen Sprengstoff. Ermittelt wird wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung und wegen Verstößen im Zusammenhang mit Waffen der Kategorien A und B; die DGSI und die Anti-Terror-Polizei wurden mit dem Fall betraut. Bei Bekanntgabe der Ermittlungen waren weder ein Verdächtiger noch ein Motiv ermittelt worden.