IStGH-Mitarbeiterin schildert öffentlich mutmaßliches Fehlverhalten von Karim Khan

Eine nur als Sarah identifizierte Mitarbeiterin des Internationalen Strafgerichtshofs schilderte erstmals öffentlich Vorwürfe, wonach Chefankläger Karim Khan sie über mehr als ein Jahr hinweg zunehmend sexuellen Handlungen ohne ihre Zustimmung ausgesetzt habe, nachdem sie im Februar 2023 seine Assistentin geworden war. Sie sagte, aufgrund des Machtgefälles und der Angst, ihre Stelle und ihr niederländisches Arbeitsvisum zu verlieren, habe sie sich außerstande gesehen, sich zu widersetzen. Khan, der Haftbefehle gegen israelische Führungspersönlichkeiten anstrebte, weist sämtliche Vorwürfe zurück; sein Rechtsbeistand erklärte, die vollständige Beweislage zeichne ein anderes Bild. Die 125 Mitgliedstaaten des IStGH sollen am 24. Juli darüber entscheiden, ob sie seine Suspendierung aufrechterhalten und eine Disziplinarmaßnahme verhängen.