Militärnachrichtendienst rückt Analysten im Zuge der Reform nach dem 7. Oktober näher an Kampfverbände
Israels Direktion des Militärnachrichtendienstes verlegt im Zuge ihrer Neuordnung nach dem Versagen bei der Warnung vor dem 7. Oktober Analysten näher an die Kampfverbände. Der Plan verdoppelt die Zahl der Nachrichtendienstoffiziere in den Bataillonen, richtet vorgeschobene Nachrichtendienstzentren auf Divisions- und Brigadeebene ein und verknüpft die nachrichtendienstliche Arbeit unmittelbar mit der Feuerkoordination, damit Kommandeure Lagebilder in Echtzeit erhalten. Die Ausbildung legt nun besonderen Wert auf Geländekenntnis, kritische Einwände aus niedrigeren Dienstgraden und das Anhören abweichender Einschätzungen, während von Analysten erwartet wird, mit manövrierenden Truppen zu operieren. Die Direktion räumt außerdem ein, dass Technologie allein kein weiteres konzeptionelles Versagen verhindern kann, und erklärt, Kommandeure müssten Annahmen hinterfragen und jene Selbstüberschätzung vermeiden, die dem Hamas-Angriff vorausging.