Jordanien verurteilt jüdisches Gebet an Tischa beAv auf dem Tempelberg

Jordaniens Außenministerium verurteilte den Besuch des Ministers für nationale Sicherheit Itamar Ben Gvir sowie dessen öffentliches Gebet mit jüdischen Gläubigen auf dem Tempelberg während Tischa beAv. Das Ministerium bezeichnete den Besuch als Verstoß gegen den historischen und rechtlichen Status quo und forderte internationale Maßnahmen gegen solche Besuche. Die israelische Polizei gestattete etwa 3,000 jüdischen Besuchern den Zutritt; viele trugen Gebetsmaterialien für Tischa beAv bei sich. Der Tempelberg ist die heiligste Stätte des Judentums, an der der Erste und Zweite Tempel standen; Jordanien behält aufgrund des Friedensvertrags von 1994 eine besondere Hüterrolle für die muslimischen Heiligtümer.