Von Israel geleitete Ausgrabung legt Hauptgebetssaal der Großen Synagoge von Wilna frei

Ein israelisch-litauisches Team hat große Teile des Hauptgebetssaals der Großen Synagoge von Wilna freigelegt, nachdem eine Schule aus der Sowjetzeit über der Stätte abgerissen worden war. Die einmonatige Ausgrabung legte die zentrale Bima, farbige Terrazzoböden, Überreste der Frauengalerie, Sitzplaketten mit den Namen von Betenden und eine Tafel mit den Zehn Geboten frei. Die Synagoge aus dem 17. Jahrhundert war das geistige Zentrum des litauischen Judentums, bevor die Nationalsozialisten sie plünderten und sowjetische Behörden ihre Überreste abrissen. Archäologen zufolge werden die Funde dazu beitragen, den Ort als Kulturerbe- und Gedenkstätte zu bewahren.