Likud verzichtete nach Cyber-Warnung vor ausländischer Einmischung auf digitale Vorwahl-Abstimmung

Der Likud prüfte vor dem Rennen am 17. August, die Vorwahl für seine Knesset-Liste auf digitale Stimmabgabe umzustellen, behielt dann aber das manuelle Papierverfahren bei, nachdem Cyber-Verantwortliche gewarnt hatten, ausländische Akteure könnten die Ergebnisse stören. Die Sorge galt möglichen iranischen Versuchen, in die parteiinterne Wahl einzugreifen. Parteikreise nannten eine zweite Erklärung: Das Papierverfahren erhalte den Einfluss der Parteifunktionäre, die die Mitglieder an die Urnen bringen. Die Wahlbeteiligung erreichte 75,177 Wähler, rund 53 Prozent von etwa 140,000 stimmberechtigten Mitgliedern, in 107 Wahllokalen an einem 11 Stunden langen Wahltag. Die oppositionelle Partei Die Demokraten führte ihre eigene Vorwahl digital per Mobiltelefon durch und zog mehr als 97,000 Wähler an.




