Syrien erklärt, Nuklearmaterial bleibe unter IAEA-Sicherungsmaßnahmen in seinem Gewahrsam

Der syrische Außenminister Asaad al-Shaibani sagte am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Damaskus mit dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, das vom gestürzten Assad-Regime hinterlassene Nuklearmaterial befinde sich in syrischer Hand und bleibe dort unter den Sicherungsmaßnahmen der Behörde. Al-Shaibani sagte, Damaskus habe es in einem Schreiben vom 17. Juli offengelegt, nannte den Schritt freiwillig und machte geltend, was er als Syriens Recht auf eine friedliche Nutzung der Kernenergie bezeichnete. Grossi sagte, Inspektoren hätten die zuvor nicht deklarierte Anlage an jenem Morgen erreicht und dort Proben genommen. Al-Shaibani sagte, Syrien habe nach mehr als 18 Jahren eine Anlage in Deir ez-Zor geöffnet, in jener Provinz, in der Israel 2007 einen mutmaßlichen Atomreaktor angriff.