Äußerungen des US-Gesandten zum Golan lösen Kritik an Trumps Politik aus

Der US-Botschafter in der Türkei und Syrien-Gesandte Tom Barrack sagte in einem Interview am Freitag, Israel „besetze“ die Golanhöhen weiterhin entgegen UN-Resolutionen. Diese Einordnung schien der etablierten US-Politik zu widersprechen. Präsident Donald Trump hatte die israelische Souveränität über den Golan in einer Proklamation vom März 2019 unter Verweis auf Israels Sicherheitsbedürfnisse gegenüber Syrien und regionalen Bedrohungen formell anerkannt. Die konservative Aktivistin und Trump-Verbündete Laura Loomer forderte am Samstag Barracks Rücktritt und erklärte, er verstehe die US-Außenpolitik nicht. Barracks Äußerungen fielen in eine Zeit, in der Kolumbien als zweites Land in jenem Monat die israelische Souveränität über das strategisch wichtige Plateau anerkannte.