Irak nimmt Gespräche mit 61 Ländern über die Rückführung von fast 6.000 ausländischen Häftlingen auf

Das irakische Justizministerium erklärte am Sonntag, es habe rechtliche und diplomatische Verfahren eingeleitet, um rund 6.000 ausländische Inhaftierte und Verurteilte in ihre Heimatländer zu überstellen, und stimme sich dazu mit den diplomatischen Vertretungen von 61 Staaten über Überstellungsabkommen und Absichtserklärungen ab; zum Tode verurteilte Gefangene sind ausgenommen. Syrer bilden die größte Gruppe, gefolgt von Staatsangehörigen Marokkos, Tunesiens und der Türkei; auf der Liste stehen zudem amerikanische, kanadische und russische Staatsbürger. Die meisten werden dem Islamischen Staat zugerechnet und wurden Anfang dieses Jahres aus dem Nordosten Syriens in irakischen Gewahrsam gebracht. Als Sammelstelle wurde das Zentralgefängnis Karch in Bagdad bestimmt; als Hauptgrund nannte das Ministerium die Überbelegung der Gefängnisse.