Irak prüft Vermögen von 6.000 Menschen in ausgeweiteter Antikorruptionskampagne

Die irakischen Behörden prüfen in der ersten Phase einer ausgeweiteten Antikorruptionsermittlung die Finanzen und Vermögenswerte von rund 6.000 Menschen, wie mit den Untersuchungen vertraute Quellen berichten. Die Ermittlungen wurden im vergangenen Monat in Bagdad und anderen Provinzen beschleunigt und erstrecken sich auf Geschäftsleute, Auftragnehmer, Immobilienhändler, Stammesvertreter sowie Personen mit Verbindungen zu Geschäften mit Agrarland oder ins Stocken geratenen staatlichen Projekten. Den Quellen zufolge könnten fast 5 Milliarden US-Dollar eingezogen werden; die Ermittler verglichen deklariertes Einkommen mit dem angehäuften Vermögen. Einige Betroffene wurden festgenommen, Vermögenswerte wie Fahrzeuge, Gold und Bargeld vorsorglich gesperrt. Eine Quelle bei der Bundesintegritätskommission erklärte, die Liste bilde eine erste Phase und keine endgültige Zahl ab.