Puntland wirft Somalia und der Türkei Zahlungen an Piraten für Freigabe entführten Schiffs vor

Puntlands Ministerium für Sicherheit, Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegration warf der somalischen Bundesregierung und der Türkei vor, Piraten für die Freigabe eines unter kamerunischer Flagge fahrenden Frachtschiffs bezahlt zu haben, das am 17. August vor Puntland gekapert worden war. Das Ministerium erklärte, es habe keine Rettungsaktion des Bundes oder der Türkei gegeben, nannte jedoch weder eine Lösegeldsumme noch unabhängig überprüfbare Belege. Somalias Verteidigungsministerium teilte mit, türkische und somalische Kräfte hätten das Schiff nach einem zehntägigen Einsatz befreit, vier Piratenboote zerstört und 14 Menschen getötet, die es als Piraten bezeichnete. Die verbliebenen Piraten hätten das Schiff verlassen, das daraufhin im Rahmen des Verteidigungsabkommens zwischen Somalia und der Türkei seine Fahrt fortgesetzt habe.