Australiens Gewaltkommission fordert in neuem Bericht frühere Interventionen

Australiens Kommission für häusliche, familiäre und sexuelle Gewalt erklärt, dass die derzeitigen Anstrengungen und Investitionen weder die Wirkung noch das Tempo des benötigten Wandels erreichen. Der dritte Jahresbericht der Kommission, in den Beiträge von rund 1,000 Menschen, Diensten, Forschenden und Interessenvertretern eingeflossen sind, enthält acht Empfehlungen, darunter frühere Interventionen, gemeinsame Ausgestaltung sowie eine stärkere Überwachung und Rechenschaftspflicht. Dem Bericht zufolge stieg die Zahl der polizeilich erfassten Meldungen sexueller Gewalt innerhalb von 15 Jahren um 64 %, erreichte 2024 den höchsten Stand seit Beginn der landesweiten Erfassung vor 33 Jahren und sank im vergangenen Jahr anschließend um weniger als 1 %. Fast sechs von zehn erfassten sexuellen Übergriffen geschehen außerhalb familiärer Beziehungen und intimer Partnerschaften; zudem nennt der Bericht Schäden im Zusammenhang mit dem Familienrechts- und Justizsystem als Problem, das anhaltende Aufmerksamkeit erfordert.