Netanyahus Einheitsvorstoß stellt politischen Boykott im Wahlkampf auf die Probe

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu macht seinen um 13:47 IDT erhobenen Aufruf zu einer breiten nationalen Regierung zu einer Wahlkampfbotschaft, die den politischen Boykott gegen Netanyahu beenden soll. Er erhob den Appell erstmals bei der Pressekonferenz am Samstag und wiederholte ihn in einem Fernsehinterview am Dienstag; einer Umfrage von Direct Polls zufolge befürwortet etwa die Hälfte der Israelis nach der Wahl eine breite Einheitsregierung. Eisenkot und Lapid lehnten es ab, unter Netanyahu einer Regierung anzugehören; auch Gantz, Sa'ar, Ben-Gvir und Yair Golan reagierten. Netanyahu hält durch Gesetzgebung zum Torah-Studium und zur Einberufung an der Treue zu seinen haredischen Partnern fest; damit besteht die Bewährungsprobe des Wahlkampfs darin, ob sich eine breite zionistische Koalition unter Achtung der Torah-Praxis bilden lässt.