Studie: Israelbezogene Deutungen machen Antisemitismus für manche US-Liberale akzeptabler

Eine begutachtete Studie in American Psychologist kam zu dem Ergebnis, dass israelbezogene Deutungen Antisemitismus für manche Liberale in den USA akzeptabler machen können. Die Forscher führten drei vorregistrierte Experimente mit 979 amerikanischen Teilnehmern durch und stellten fest, dass Liberale antisemitische Vorurteile ohne Rechtfertigungen stärker ablehnten als Konservative. Rechtfertigte ein Sprecher mit antisemitischen Vorurteilen seinen Judenhass jedoch mit der Ablehnung von Israels Krieg in Gaza oder mit Behauptungen über palästinensische Menschenrechte, bewerteten Liberale, nicht aber Konservative, diesen Sprecher positiver. Die Autoren erklären, der Effekt bedeute nicht, dass Liberale Antisemitismus generell toleranter gegenüberstünden; er zeige, dass antiisraelische Sprache antijüdische Vorurteile in respektabel erscheinenden politischen Begriffen verbergen könne.