Staatskontrolleur stellt uneinheitliche Durchsetzung des Prostitutionsverbots und Versäumnisse bei Opfer-Visa fest

Staatskontrolleur Matanyahu Englman veröffentlichte am 7. Juli einen Prüfbericht, dem zufolge die Durchsetzung des israelischen Verbots, sexuelle Dienstleistungen zu kaufen, sechs Jahre nach seinem Inkrafttreten weiterhin unzureichend und uneinheitlich ist. Laut Bericht gingen die Geldbußen der Polizei nach 2022 stark zurück; einige Bezirke verzeichneten Hunderte mutmaßliche Adressen, verhängten jedoch keine Geldbußen, und dem landesweiten Vorgehen gegen Menschenhandel fehlten ausreichendes Personal, Zielvorgaben und Koordinierung. Außerdem stellte der Bericht Mängel bei der Bearbeitung von Aufenthalts- oder Arbeitsvisa für anerkannte Opfer von Menschenhandel fest und warnte, diese Lücken könnten der Rehabilitation und Strafverfahren schaden. Englman forderte Polizei, Justice Ministry sowie Population and Immigration Authority auf, das Gesetz konsequent durchzusetzen und zugleich schutzbedürftige Opfer mit Würde und unter Wahrung eines ordnungsgemäßen Verfahrens zu schützen.