Australische Antisemitismusbeauftragte fordert Aufsicht über Israel-Berichterstattung
Australiens Antisemitismusbeauftragte Jillian Segal erklärte am Donnerstag vor einer Royal Commission, die öffentlich-rechtlichen Sender ABC und SBS sollten einer unabhängigen Aufsicht über ihre Berichterstattung zu Israel und dem Nahen Osten unterliegen. Segal verwies auf die in der jüdischen Gemeinschaft verbreitete Wahrnehmung, die Berichterstattung sei unausgewogen, konzentriere sich unverhältnismäßig stark auf Gaza und verstärke antiisraelische Perspektiven; die bestehenden Beschwerde- und Berichtigungssysteme seien unzureichend. Führungskräfte von ABC und SBS lehnten ein neues externes Gremium ab und verteidigten die bestehenden Verfahren von Ombudsstellen und Regulierungsbehörden. Die Anhörung griff zudem einen ABC-Bericht erneut auf, der eine unzutreffende UN-Behauptung über den Tod von Säuglingen in Gaza wiederholt hatte; ABC räumte den Fehler ein, bestritt jedoch die Notwendigkeit externer Kontrolle.