Australisches Gericht weist Klage eines Pianisten wegen Gaza-Äußerungen gegen Orchester ab
Ein Richter des australischen Federal Court wies am Freitag die Klage des Pianisten Jayson Gillham gegen das Melbourne Symphony Orchestra ab, nachdem das Orchester im Anschluss an seine Gaza-Äußerungen auf der Bühne einen Auftritt im Jahr 2024 abgesagt hatte. Richter Graeme Hill befand, das Orchester habe nicht wegen Gillhams politischer Überzeugungen gehandelt, sondern um erwartete geschäftliche und rufschädigende Folgen abzuwenden. Berichten zufolge hatte Gillham ein Stück mit der Behauptung angekündigt, Israel nehme Journalisten gezielt ins Visier, während das Orchester erklärte, Künstler sollten eine Genehmigung einholen, bevor sie seine Bühne für sensible politische Behauptungen nutzen. Das Urteil ist für israelbezogene Kulturstreitigkeiten im Ausland bedeutsam, weil es die geschäftliche Begründung des Orchesters akzeptierte, statt die Absage als Diskriminierung wegen einer politischen Überzeugung zu behandeln.