UN-Syrien-Kommission: Israelische Festnahmen könnten Kriegsverbrechen darstellen

Die UN-Untersuchungskommission zu Syrien erklärte, israelische Vorstöße und Festnahmepraktiken im Süden Syriens könnten Kriegsverbrechen darstellen, nachdem die Kommissionsmitglieder ihre Ergebnisse in Genf vorgestellt hatten. Kommissionsmitglied Fionnuala Ní Aoláin sagte, das Gremium habe bis Juli 49 Menschen, darunter zwei Kinder, erfasst, die in Syrien festgenommen und vermutlich nach Israel gebracht worden seien. Nach Vor-Ort-Besuchen in Quneitra und Daraa verwies die Kommission auf wiederkehrende Patrouillen, Razzien, Durchsuchungen, Kontrollpunkte und militärische Infrastruktur. Israels offizieller Standpunkt lautet, dass seine Präsenz unmittelbaren Bedrohungen der Grenzsicherheit durch Instabilität und dschihadistische Gruppen begegnet, dass Sicherheitszwänge sein Handeln bestimmen und dass es keine territorialen Ambitionen in Syrien hegt.