
Ron Prosor
@Ron_Prosor · Israelische Botschafter & offizielle Stimmen
Ron Prosor ist Israels Botschafter in Deutschland und ehemaliger UN-Botschafter, der dafür bekannt ist, die schärfste Darstellung des Außenministeriums zu führen.
VW hat sich wie kaum ein anderes Unternehmen intensiv mit seiner Geschichte und insbesondere seiner Rolle während des Nationalsozialismus auseinandergesetzt. Das hat mir mein heutiger Besuch des Denkmals für Zwangsarbeit und des Auschwitz-Seminars von VW eindrücklich gezeigt. Besonders beeindruckend war die Begegnung mit jungen VW-Mitarbeitern, die an einem besonderen Programm in Auschwitz teilnehmen. Heute lernen alle VW-Mitarbeiter die Geschichte ihres Unternehmens kennen. Auf diesen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur und zur lebendigen Beziehung zwischen Israel und VW darf man in Wolfsburg zurecht stolz sein. Auf weitere gute Zusammenarbeit! Toda raba!
Deutschland schaut nach rechts. Es darf auf dem linken Auge nicht blind sein. Die Gefahr von Rechtsextremismus ist offensichtlich. Sie wird diskutiert, benannt und verurteilt. Linksextremer Antisemitismus verdient genau dieselbe Klarheit. Wenn die Linksjugend an Schüler Sticker mit Kalaschnikow und palästinensischer Flagge verteilt, ist das kein „Aktivismus“, den man relativieren darf. Eine Brandmauer gegen Antisemitismus darf keine politische Richtung kennen. Jüdisches Leben und das Existenzrecht Israels sind rote Linien – ob von Rechtsextremen, Linksextremen oder Islamisten angegriffen. Keine blinden Flecken. Keine Ausreden. Keine doppelten Standards.
Deutschland und Israel stehen Schulter an Schuler: Es ist kein Zufall, dass die Auslieferung des modernsten deutschen U-Boots nach Israel mit dem Test einer israelischen ballistischen "Lora"-Rakete durch die deutsche Marine zusammenfällt. Von unserer militärischen Kooperation profitieren beide Seiten. Wir stehen vor gemeinsamen Herausforderungen. Die strategische Partnerschaft zwischen unseren Ländern wird von Jahr zu Jahr stärker.
Deutschland und Israel stehen Schulter an Schuler: Es ist kein Zufall, dass die Auslieferung des modernsten deutschen U-Boots nach Israel mit dem Test einer israelischen ballistischen "Lora"-Rakete durch die deutsche Marine zusammenfällt. Von unserer militärischen Kooperation profitieren beide Seiten. Wir stehen vor gemeinsamen Herausforderungen. Die strategische Partnerschaft zwischen unseren Ländern wird von Jahr zu Jahr stärker. https://t.co/jbgAj9OUCj
Gestern Abend stellten wir gemeinsam mit dem Jüdischen Weltkongress und dem American Jewish Committee ein Buch mit Fotografien von Yaron Lischinsky zu seinem Gedenken vor. Ich hatte das Privileg, ihn als sein Professor für Internationale Beziehungen zu unterrichten und ihm später — aufgrund seines herausragenden Talents — den Weg zur israelischen Botschaft in Washington zu ebnen. Washington ist die Frontlinie unserer Diplomatie. Die Tatsache, dass Yaron in der US-Hauptstadt ermordet wurde, dem einzigen Land außerhalb Israels, in dem wir uns lange sicher gefühlt hatten, zeigt, wie gefährlich die Welt für uns geworden ist: ob christlich oder jüdisch, zionistisch oder nicht, links oder rechts. Yaron glaubte an alles, was seine Mörder verachten: eine bessere Zukunft für alle, Versöhnung und Frieden. Möge sein Andenken ein Segen sein.
Übersetzt aus EnglischSommerferien kann man am Handy verbringen. Oder man baut Flöße, dreht Filme, kocht zusammen und baut Vorurteile ab. Gemeinsam mit Bundesministerin @karinpriende habe ich das Summer Camp von @conact.de.il besucht. Junge Israelis – Juden und Araber – und Deutsche aus dem ganzen Land lernen sich hier kennen und bauen echte Verbindungen auf. Eine Begegnung, die Hoffnung gibt – gerade jetzt. Denn diese Generation trägt die Verantwortung, Brücken zu bauen und die Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern weiterzutragen.
27 Jahre. So lange hat Jochen Feilcke die Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin und Brandenburg geführt. Wir haben ihn beim Sommerfest der DIG Berlin und Brandenburg aus dem Amt verabschiedet. Lieber Jochen, Freundschaft zeigt sich nicht dann, wenn alles einfach ist. Sie zeigt sich, wenn es schwierig wird und Haltung gefragt ist. Genau dann hast Du immer klare Kante gezeigt. Spätestens seit dem 7. Oktober wissen wir, wie unverzichtbar das ist. Im Namen des Staates Israel und ganz persönlich: Toda raba. Der Staffelstab geht weiter an Cerstin Richter-Kotowski. Mazal tov und viel Erfolg. #DIGBerlin #Israel #Berlin
Schleswig-Holstein geht in die Offensive gegen Antisemitismus – mit konkreten Maßnahmen statt erst zu handeln, wenn Straftaten geschehen. Fördermittel sollen vor Antisemiten geschützt, Kultur, Hochschulen und Sport stärker in die Pflicht genommen und antisemitische Straftaten konsequenter verfolgt werden. Dabei gilt: Der Schutz jüdischen Lebens kann nicht vom Schutz Israels, des jüdischen Staates, getrennt werden. Jüdinnen und Juden sowie Israelis dürfen ihre Identität nicht an der Tür abgeben müssen, um in Deutschland als gleichberechtigt akzeptiert zu werden – gerade in Kultur und Wissenschaft. Ein starkes Vorbild für andere Bundesländer. Alle Achtung, Schleswig-Holstein!
Ein Schulbesuch ist immer ein Blick in die Zukunft. Hier entstehen die Grundlagen für das, was morgen zählt. Am Peter-Breuer-Gymnasium in Zwickau hat mich das Lehrerkollegium mit seinem Engagement beeindruckt, junge Menschen zu begleiten und ihnen Toleranz, Respekt und Optimismus zu vermitteln. Doch auch andere Bereiche der Zivilgesellschaft brauchen engagierte, mutige und kluge Köpfe. Beim Römerforum sprach ich mit Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft über aktuelle Herausforderungen. Zwickau zeigt: Deutsch-israelische Freundschaft lebt von Menschen, die sie gestalten und mit Leben füllen. Mein besonderer Dank gilt Thomas Wagner und Christian Siegel, die diese Begegnungen möglich gemacht haben – sie sind wahre Freunde der deutsch-israelischen Beziehungen.
1991 habe ich als junger Diplomat aus Bonn gesagt: „I’ll be back.“ Und genau wie Arnold Schwarzenegger bin ich zurückgekehrt und durfte mich wieder ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Es war mir eine große Freude, nach 35 Jahren wieder nach Zwickau zu kommen und zu sehen, was sich seitdem entwickelt hat. Vielen Dank an Oberbürgermeisterin Constance Arndt für den herzlichen und sehr schönen Empfang. Ich hoffe, dass Sie meiner Einladung folgen werden und wir uns bald wieder sehen – diesmal in Israel.
Neuer Jet: 53 Millionen €. Landesystem für dichten Nebel: freiwillig entfernt. Warum Irland lieber blind fliegen würde, als israelische Technologie zu nutzen.
Übersetzt aus Englisch