Richter drängen Staatsanwaltschaft erneut, Bestechungsvorwurf gegen Netanyahu fallen zu lassen

Die Richter in Ministerpräsident Benjamin Netanyahus Prozess forderten die Staatsanwaltschaft erneut auf, die Einstellung des Bestechungsvorwurfs in Fall 4000 zu erwägen, nachdem Netanyahu seine Aussage für die Anklage abgeschlossen hatte. Israelische und internationale jüdische Medien berichteten, das Gremium habe seine Sorge wiederholt, dass der Nachweis von Bestechung schwierig bleibe. Zugleich wandte sich die Verteidigung gegen eine Ausweitung des Prozessplans und warnte davor, das Verfahren an fünf Tagen pro Woche abzuhalten. Die Entwicklung ist für Israel bedeutsam, weil ein öffentlichkeitswirksamer Prozess gegen einen gewählten Ministerpräsidenten sowohl das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Gerichte als auch die Erwartung bewahren muss, dass die Staatsanwaltschaft jede aufrechterhaltene Anklage beweisen kann.