Öffentliche Verteidigung warnt vor tieferer Gefängniskrise in Israel

Israels Amt für öffentliche Verteidigung veröffentlichte seinen Jahresbericht 2025 und warnte, die landesweite Gefängniskrise habe sich mit der Ausweitung von Haft- und Vollstreckungsbefugnissen verschärft. Das Amt vertrat Mandanten in 31,677 Strafsachen im Jahr 2025 und bearbeitete 31,192 Verfahren zur Untersuchungshaft; die Anträge auf polizeiliche Vertretung vor Vernehmungen stiegen auf 77.3%. Der Bericht hebt außerdem das Urteil des Obersten Gerichts hervor, das anlasslose Telefondurchsuchungen allein auf Grundlage der Zustimmung eines Verdächtigen untersagt, und äußert Sorge über Vorschläge, kriminelle Organisationen wie Terrorgruppen zu behandeln. Israel braucht entschlossene Instrumente gegen Kriminalität und Terror, doch ein jüdischer Staat muss rechtsstaatliche Verfahren, menschenwürdige Haft und gleiche Justiz wahren.