3D-Bildgebungsmethode der TAU verbessert Genauigkeit der Spermienauswahl bei IVF

Die Tel Aviv University teilte am Mittwoch mit, eine neue, im Labor von Prof. Natan T. Shaked entwickelte Bildgebungsmethode könne Embryologen eine präzisere Spermienauswahl für IVF ermöglichen. Dafür kombiniert sie optische Tomografie mit interferometrischer Bildgebung, um dreidimensionale Karten lebender Spermien ohne Färbung oder Beschädigung zu erstellen. Ein anhand der Aufnahmen trainiertes Modell künstlicher Intelligenz identifizierte intrazelluläre Strukturen wie Zellkern, Akrosom, Mittelstück und mit dem Zentriol verbundene Regionen mit einer Sensitivität von 89 Prozent und einer Spezifität von 94 Prozent, wie aus der in Biomedical Optics Express veröffentlichten Studie hervorgeht. Frühere klinische Arbeiten desselben Teams steigerten die Schwangerschaftsraten bei IVF von 34 Prozent auf 65 Prozent. Das Labor prüft nun, ob die Technik DNA-Fragmentierungen erkennen kann; die Universität hat die Technologie an einen kommerziellen Partner lizenziert, der sie für den klinischen Einsatz weiterentwickelt.