Likud-Ausschuss stimmt am Sonntag über Netanyahus Plan zur Kontrolle der Kandidatenliste ab

Der Likud-Verfassungsausschuss soll am Sonntag über die Regeln für die Kandidatenliste der Partei zur 26. Knesset entscheiden, nachdem eine Meldung vom Samstagabend konkurrierende Pläne beschrieben hatte, die das Stimmrecht der Mitglieder deutlich einschränken würden. Den Berichten zufolge drängt Netanyahus Lager entweder auf Vorwahlen mit reservierten Plätzen für seine Wunschkandidaten oder auf ein hybrides System, in dem ein Ordnungsausschuss amtierende Minister und Knesset-Abgeordnete platziert, während Vorwahlen hauptsächlich für Bezirks- und Repräsentationsplätze bestehen bleiben. Frühere Berichte verorteten das sich abzeichnende Paket zwischen acht und 11 reservierten Plätzen; die Vorwahl am 4. August steht weiterhin im Kalender. Der Streit stellt die innerparteiliche demokratische Tradition des Likud auf die Probe, während sich Israels Wahlkampf um die Kontrolle der Liste, abweichende Positionen zur Dienstpolitik und die Disziplin des rechten Blocks dreht.