Schweden weist iranischen Botschaftsmitarbeiter wegen Bedrohungen jüdischer und israelischer Interessen aus

Schweden bestellte den iranischen Botschafter Hojatollah Faghani ein und wies einen namentlich nicht genannten Mitarbeiter der iranischen Botschaft aus, weil dessen Aktivitäten mit dem Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen unvereinbar seien. Justizminister Gunnar Strömmer sagte, Iran betreibe seit Langem sicherheitsgefährdende Aktivitäten in und gegen Schweden, unter anderem über kriminelle Netzwerke, und nehme dabei Regimegegner sowie jüdische und israelische Interessen ins Visier. Außenministerin Maria Malmer Stenergard sagte, die Maßnahme sei zum Schutz schwedischer Bürger und schwedischer Interessen ergriffen worden. Der schwedische Sicherheitsdienst erklärte unabhängig davon, Iran setze seine sicherheitsgefährdenden Aktivitäten in und gegen das Land fort.