Netanyahu drängt auf reservierte Likud-Listenplätze; Bitan reicht Petition gegen „Verfassungsputsch“ ein

Der Verfassungsausschuss des Likud trat am Sonntag, dem 28. Juni 2026, in der Knesset zusammen, um Ministerpräsident Benjamin Netanyahus Forderung nach bis zu 10 oder 11 reservierten Plätzen auf der Wahlliste der Partei zu prüfen – ein beispielloser Eingriff vor den Vorwahlen am 4. August. Als mögliche Begünstigte gelten Außenminister Gideon Sa’ar und der frühere Finanzminister Moshe Kahlon, die beide in einem knappen landesweiten Rennen als Wahlkampfvorteile gesehen werden. Bauminister Haim Katz, der den Ausschuss leitet, widersetzt sich dem Umfang der Forderung. Der Knesset-Abgeordnete David Bitan reichte beim parteiinternen Gericht des Likud eine Petition ein und nannte den Schritt einen „Verfassungsputsch“ gegen die rund 100,000 Parteimitglieder. Jede Regeländerung bedarf weiterhin der Bestätigung durch das Zentralkomitee; das Gremium verschob die Vorwahlen außerdem einstimmig vom 28. Juli auf den 4. August.