Likud setzt Vorwahl auf 4. August fest, während Netanyahu um Parteiliste ringt

Der Verfassungsausschuss des Likud setzte den 4. August als Termin für die Parteivorwahl fest und verschob die Abstimmung damit vom 28. Juli, während Ministerpräsident Benjamin Netanyahu auf mehr Einfluss über die Knesset-Liste drängt. Israelischen Berichten zufolge dreht sich der zentrale Streit um reservierte Plätze. Netanyahu verlangt bis zu 11 Positionen unter den ersten 40 und mehrere unter den ersten 10, während Haim Katz, David Bitan und andere Parteivertreter einem größeren Paket Widerstand leisten. Die Regeln sollen noch in dieser Woche festgelegt werden. Der Streit ist landesweit bedeutsam, weil die Likud-Liste nach einem schweren Sicherheitsjahr jeden möglichen rechts-religiösen Regierungsweg, die Koalitionsdisziplin und den Wahlkampf prägen wird.