Mossad-Quellen nennen Absetzungen wegen auf Eis gelegtem Iran-Plan politische Schuldverschiebung
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Mossad-Chef Roman Gofman hat die Amtszeiten des Leiters der Geheimdienstdirektion und des Leiters der Iran-Abteilung beendet; beide hatten an einem Einsatzplan zum Sturz des iranischen Regimes mitgearbeitet, der nie umgesetzt wurde. Quellen im Mossad sagten, mit den Abberufungen solle die Verantwortung für dieses Scheitern auf die beiden Offiziere verlagert werden. Sie nannten die Entscheidung feige und schilderten tiefe Unruhe in der Behörde. Die Quellen brachten den Zeitpunkt vor der Wahl im Oktober mit den politischen Interessen von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu in Verbindung. Sicherheitsbeamte erklärten, die Abgänge seien einvernehmlich erfolgt und Teil einer umfassenderen Neuordnung des Mossad.
Quellen
Unterschiede in der Berichterstattung
Die Quellen widersprechen sich sachlich darin, ob die beiden Funktionsträger entlassen wurden oder im Einvernehmen ausschieden: Mako von Channel 12, Arutz Sheva und Kipa berichten, Gofman habe wegen des gescheiterten Iran-Plans beschlossen, sie abzuberufen; Maariv zitiert Mossad-Quellen, die von einer Entlassung zur Schuldverlagerung sprechen. Israel Hayom beruft sich dagegen auf Sicherheitsquellen, denen zufolge die Abgänge im Rahmen einer Neuordnung der Behörde einvernehmlich erfolgten. Die übrigen Fakten stimmen überein: Mossad-Chef Roman Gofman beendete die Amtszeiten des Leiters der Geheimdienstdirektion und des Leiters der Iran-Abteilung; beide gehörten zu den Funktionsträgern, die einen nie umgesetzten Einsatzplan zum Sturz des iranischen Regimes ausgearbeitet hatten.

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