Victorias Berufungsgericht streicht Erin Pattersons Möglichkeit auf Bewährung
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Das Berufungsgericht des australischen Bundesstaates Victoria hat Erin Pattersons Anfechtung ihrer Schuldsprüche zurückgewiesen und ihre Strafe auf lebenslange Haft ohne Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung auf Bewährung erhöht. Das Gericht in Melbourne gab am 30. Oktober der Berufung der Staatsanwaltschaft gegen das Strafmaß statt und hob die nach dem Prozess festgelegte Mindesthaftzeit von 33 Jahren auf. Die Richter Stephen McLeish, Lesley Taylor und Peter Kidd bezeichneten die Taten als „außergewöhnlich kaltblütig und berechnend“. McLeish sagte, die Morde seien sorgfältig geplant und vorsätzlich gewesen. Pattersons Tötungsabsicht habe fast drei Wochen lang bestanden, von der Einladung ihrer Gäste bis zur Zubereitung und dem Servieren des Essens. Die Schuldsprüche betreffen die Morde an Don Patterson, Gail Patterson und Heather Wilkinson sowie den versuchten Mord an Ian Wilkinson, der überlebte. Pattersons Verteidigung hatte die Schuldsprüche unter anderem mit der Begründung angefochten, Geschworene hätten im selben Hotel wie Polizei- und Staatsanwaltschaftsmitarbeiter übernachtet. Die Berufungsrichter sahen keinen Grund für die Annahme eines Justizfehlers. Auch ihre sechs weiteren Berufungsgründe scheiterten, darunter Einwände gegen Beweisentscheidungen und das Vorgehen der Staatsanwaltschaft. Das Gericht wies Kritik am Kreuzverhör der Staatsanwältin Nanette Rogers, die den Titel Senior Counsel trägt, zurück und stellte fest, dass sie ihre Pflichten fair erfüllt habe. Der Fall geht auf ein Mittagessen zurück, das Patterson 2023 servierte. Ihre Gäste aßen dabei grüne Knollenblätterpilze, die in Rinderfilets Wellington eingebacken waren. Ihr Geschworenenprozess dauerte von April bis Juli 2025; Richter Christopher Beale verurteilte sie am 8. September 2025. Ob ihre Anwälte die Berufungsentscheidung vor dem High Court anfechten werden, ist weiterhin unklar.
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