Demonstranten in Tel Aviv fordern jüdisch-arabische Regierung, Gegenkundgebung verlangt Neuwahlen
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Demonstranten zogen am Samstagabend, dem 31. Oktober, durch Tel Aviv und forderten eine Regierung aus jüdischen und arabischen Parteien. Eine Gegenkundgebung auf dem Habima-Platz verlangte dagegen eine erneute Wahl. Beiträge aus erster Hand dokumentierten die gegensätzlichen politischen Forderungen nach der Parlamentswahl vom Dienstag. Um 7:33 Uhr abends veröffentlichte Alon-Lee Green einen Beitrag vom Habima-Platz und rief zur Bildung einer jüdisch-arabischen Regierung auf. „Eine jüdisch-arabische Regierung jetzt!“, schrieb er auf Hebräisch. Green erklärte, die Wahl habe eine Mehrheit gegen die scheidende Regierung ergeben. In einem späteren englischsprachigen Beitrag um 8:33 Uhr abends beschrieb er jüdische und palästinensische Teilnehmer, die durch Tel Aviv zogen und die Bildung einer solchen Regierung forderten. Seine Beiträge stellten die Demonstration als Aufruf dar, das Wahlergebnis in eine Regierungspartnerschaft umzusetzen. Die entgegengesetzte Forderung erschien in einem Beitrag von Itzik Shag um 8:44 Uhr abends vom Habima-Platz in Tel Aviv. „Das Volk fordert eine weitere Wahl!“, schrieb er. Zuvor hatte Yair Lapid an diesem Abend erklärt, er habe sich mit dem Yashar-Vorsitzenden Gadi Eisenkot getroffen, um über das Wahlergebnis zu sprechen und die nächsten Schritte abzustimmen. Dabei verwies er auf die gemeinsame Verpflichtung, den Willen der Wähler umzusetzen. Die formellen Konsultationen standen in der Erklärung von Präsident Isaac Herzog vom 29. Oktober noch bevor. Herzog kündigte an, nach Eingang der offiziellen Ergebnisse Vertreter aller Knesset-Fraktionen zu treffen. Vor den für die folgende Woche vorgesehenen Konsultationen bat er die politischen Spitzenvertreter, das Wohl des Landes zu bedenken.
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