Cyberdirektorat fordert israelische Lebensmittelunternehmen zur Absicherung von Kühlungssteuerungen auf
Veröffentlicht
Israels Nationales Cyberdirektorat hat israelische Einzelhandelsketten, Lebensmittelunternehmen und Logistikzentren am 2. November aufgerufen, den Schutz ferngesteuerter Kühl- und Gefrieranlagen zu überprüfen. Die Warnung folgte auf eine Angriffswelle in Europa gegen mit dem Internet verbundene Temperatursteuerungen. Das Direktorat bat die Unternehmen, ihre Systeme zu prüfen und über die durchgeführten Kontrollen und ergriffenen Schutzmaßnahmen zu berichten. Das Direktorat forderte die Betreiber auf, sich „sofort gegen eine Übernahme der Kühlsysteme zu schützen“. Laut der Warnung änderten Angreifer in Europa aus der Ferne Temperatureinstellungen und aktivierten Abtaufunktionen, wodurch sich Kühllager erwärmten und Lebensmittel verdarben. Zu den gemeldeten Folgen gehörten finanzielle Verluste, Störungen des Ladenbetriebs und Schäden an Geräten. Der Hinweis konzentrierte sich auf Steuerungen, über die Techniker und Dienstleister aus der Ferne auf Kühlanlagen zugreifen können; ein bestätigter Angriff auf ein israelisches Lebensmittelunternehmen wurde damit nicht bekannt gegeben. Zu den empfohlenen Maßnahmen gehörten die Abschaltung direkter Zugänge aus dem Internet, das Ändern von Standardpasswörtern, die Aktualisierung veralteter Systeme und eine verpflichtende Multifaktor-Authentifizierung für Fernzugriffe. Das Direktorat empfahl außerdem unabhängige Warnmeldungen bei ungewöhnlichen Temperaturänderungen. Es betonte, dass neben gewöhnlichen Informationssystemen auch die Betriebstechnik geschützt werden müsse, da Eingriffe Warenbestände, die Geschäftskontinuität und die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern beeinträchtigen könnten. Organisationen mit ferngesteuerten Kühlsystemen wurden gebeten, ihre Schutzvorkehrungen zu prüfen und ungewöhnliche Aktivitäten über die Hotline 119 des Direktorats zu melden.
Quellen

Kommentare
Kommentare werden geladen …