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Paraguays Kongress beendet Sitzung über Peñas Rücktritt ohne Entscheidung

Aktualisierungen

  • Paraguays Senat lehnte am 6. November den Antrag von Präsident Santiago Peña ab, ihm weitere 72 Stunden zur Vorbereitung seiner Verteidigung im Amtsenthebungsverfahren einzuräumen.
  • Das protokollierte Abstimmungsergebnis lautete 39 Stimmen gegen die Fristverlängerung und drei dafür, bei zwei Enthaltungen und einer Abwesenheit.
  • Anschließend unterbrachen die Senatoren die Sitzung und forderten Peña auf, vor der Kammer zu erscheinen und seine Verteidigung vorzutragen.

Ursprünglicher Bericht

Paraguays Kongress hat am Donnerstag, dem 5. November, eine gemeinsame Sitzung beider Kammern beendet, ohne über die Annahme des Rücktritts von Präsident Santiago Peña zu entscheiden. Regierungsnahe Abgeordnete der Colorado-Partei verließen während der Abstimmung den Saal, wodurch die Sitzung ihre Beschlussfähigkeit verlor. Vor dem Auszug hatten 42 Parlamentarier gegen die Annahme des Rücktritts und 41 dafür gestimmt; diese Zahlen waren ein unvollständiges Abstimmungsergebnis, keine endgültige Entscheidung des Kongresses. Zuvor hatte die Abgeordnetenkammer am Donnerstag nach Angaben ihres offiziellen Kontos mit 78 Stimmen und ohne Gegenstimme eine Anklage zur Amtsenthebung gegen Peña beschlossen. Peña reichte während dieser außerordentlichen Sitzung seinen Rücktritt ein. Die Kammer erklärte, das Verfassungsverfahren übertrage die Anklage dem Unterhaus und das Verfahren dem Senat, wobei auf jeder Stufe eine Zweidrittelmehrheit erforderlich sei. Die Rücktrittsdebatte spaltete die Parlamentarier darüber, wie das Präsidentenamt übergehen sollte. Oppositionelle und abtrünnige Abgeordnete argumentierten, eine Annahme würde Peña den Status eines Senators auf Lebenszeit und parlamentarische Schutzrechte verschaffen, und wollten das Amtsenthebungsverfahren fortsetzen. Der regierungsnahe Abgeordnete Yamil Esgaib erklärte, die Annahme werde den Übergang beschleunigen und Ruhe wiederherstellen. Die oppositionelle Senatorin Celeste Amarilla betonte, ein Rücktritt unterbreche ein bereits laufendes Verfahren nicht. Peña erklärte anschließend, er werde am fortgesetzten Amtsenthebungsverfahren teilnehmen und Argumente sowie Beweise vorlegen. „Ich werde erscheinen und mein Recht auf Verteidigung ausüben“, sagte er in seiner offiziellen Erklärung. Durch die fehlende Beschlussfähigkeit blieb der Kongress ohne abgeschlossene Entscheidung über seinen Rücktritt, während das gesonderte Amtsenthebungsverfahren weiterging.

Quellen

diputados.gov.pyÖffnet in einem neuen Tab.X · @SantiPenapÖffnet in einem neuen Tab.Sekundärquellen:1234
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