Paraguays Colorado-Parteichef unterstützt Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Peña
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Horacio Cartes, Vorsitzender der paraguayischen Colorado-Partei, hat sich in einer am 5. November veröffentlichten unterzeichneten Erklärung für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Santiago Peña ausgesprochen. Cartes erklärte, die Partei unterstütze den Schritt, um die institutionelle Ordnung des Landes wiederherzustellen. Seine Erklärung befürwortete das Verfahren; sie kündigte weder eine Abstimmung im Kongress noch Peñas Absetzung an. „Wir unterstützen ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Santiago Peña“, sagte Cartes. Er warf den Verantwortlichen vor, öffentliche Gelder, private Mittel und das Geld von Rentnern gestohlen zu haben. Dies sind die in seiner Erklärung erhobenen Vorwürfe. Er mahnte Rücksicht auf die einfachen Menschen und die Werte der Partei an und erklärte, die Würdigung ihrer Geschichte im Dienst der Öffentlichkeit erfordere Mut, wenn das Land ihn verlange. Einen Tag zuvor hatte Paraguays Senat einstimmig die vom Abgeordnetenhaus geänderte Gesetzesvorlage zur Erweiterung des Gesetzes 2,334/03 über Einlagensicherung und Bankenabwicklung angenommen. Laut Senat sieht die der Exekutive zugeleitete Regelung eine Vorauszahlung von bis zu 40 monatlichen Mindestlöhnen je Einleger vor, der von der Abwicklung der Ueno Bank betroffen ist. Überfällige Verbindlichkeiten werden vor der Berechnung des Vorschusses mit den gesamten Einlagen des Einlegers verrechnet. Nach dem vom Senat beschriebenen Zahlungsplan muss das Verfahren bei bereits laufenden Abwicklungen innerhalb von 24 Stunden nach Inkrafttreten des Gesetzes beginnen und binnen fünf Arbeitstagen abgeschlossen sein. Bei künftigen Abwicklungen gelten die Fristen ab deren Genehmigung. Die Zahlungen sollen elektronisch auf ein Konto im Namen des Einlegers erfolgen; für Einleger ohne ein solches Konto sind Barzahlungen vorgesehen.

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