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Paraguay bringt abgesetzten Präsidenten Peña nach Protesten vor seinem Haus auf Militärstützpunkt

Paraguayische Sicherheitskräfte brachten den früheren Präsidenten Santiago Peña am späten Freitagabend, dem 6. November, von seinem Haus in Asunción zum Regiment der Präsidenteneskorte. Zuvor hatten sich Demonstranten vor dem Wohnhaus versammelt, und es war zu Zusammenstößen gekommen. Die Sicherheitskräfte erklärten, wegen der Versammlung hätten sie die Sicherheit der Bewohner nicht gewährleisten können. Die Demonstranten forderten, ihn im Gefängnis statt zu Hause festzuhalten. Gegenstände wurden auf die abfahrenden Fahrzeuge geworfen. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, Staatsanwälte hätten die Festnahme von Peña und Carlos Carvallo im Verfahren 92/2026 wegen des Verdachts der Untreue und weiterer mutmaßlicher Straftaten angeordnet. Die staatsanwaltschaftliche Festnahmeanordnung 7 vom 6. November sah ursprünglich vor, dass Peña bis zu seiner Vorführung bei der Spezialeinheit für Wirtschaftskriminalität und Korruptionsbekämpfung zu Hause bleiben sollte. Die Festlegung von Carvallos Haftort überließ die Anweisung der Polizeiführung. Peñas Anwalt Ricardo Preda argumentierte, die Voraussetzungen für Untersuchungshaft lägen nicht vor, da weder Flucht- noch Verdunkelungsgefahr bestehe. „Er wird sich wie jeder andere Bürger stellen“, sagte Preda. Für die Vorbereitung der Verteidigung benötige er weiterhin die konkreten Vorwürfe. Der Verlegung war am Freitag die Amtsenthebung Peñas durch den Senat inmitten der Krise um die Ueno Bank vorausgegangen. Behördenvertreter erklärten, sein Aufenthalt in der Militäreinrichtung sei vorübergehend. Er solle am Samstag, dem 7. November, um 11:00 Uhr Ortszeit zur Staatsanwaltschaft gebracht werden.

Quellen

ministeriopublico.gov.pyÖffnet in einem neuen Tab.Sekundärquellen:12
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