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Araghchi warnt als Reaktion auf Merz’ Iran-Äußerungen vor dem Ende aller roten Linien

Irans Außenminister Abbas Araghchi warnte am 31. Oktober, Iran werde bei seiner Antwort auf einen möglichen künftigen Angriff keine roten Linien beachten. Seine Erklärung richtete sich an Bundeskanzler Friedrich Merz. Die auf Araghchis offiziellem persischsprachigem Telegram-Kanal veröffentlichte Botschaft bezog sich ausdrücklich auf frühere amerikanische und israelische Luftangriffe auf Iran. Araghchi stellte den von Merz beschriebenen Kosten für Europa die Schäden gegenüber, die Irans Streitkräfte einem Angreifer seiner Darstellung nach zufügen könnten. Er erklärte, 100 Milliarden Euro wären im Vergleich zu einer solchen Antwort unbedeutend. Araghchi fügte hinzu: „Es wird keine roten Linien mehr geben.“ Seine Warnung galt für den Fall eines Angriffs auf Iran; die Erklärung kündigte weder eine neue Militäroperation an noch nannte sie einen Zeitplan für Vergeltung. In der Erläuterung des Austauschs auf dem Kanal hieß es, Merz habe die Kosten höherer Energiepreise für europäische Unternehmen und Verbraucher über acht Monate auf mehr als 100 Milliarden Euro geschätzt. Die Zahl wurde als Einschätzung von Merz dargestellt, nicht als neue iranische Schätzung der europäischen Verluste. Araghchi erinnerte auch an Merz’ Unterstützung für die amerikanischen und israelischen Angriffe im Vorjahr und schrieb ihm die Beschreibung zu, diese Einsätze erledigten Europas Drecksarbeit. Der Außenminister führte diese frühere Haltung als Hintergrund seiner jüngsten Warnung an. Der Beitrag nannte keine konkreten Ziele und kündigte weder ein diplomatisches Treffen noch einen anderen nächsten Schritt an.

Quellen

Abbas AraghchiSprache der Quelle: PersischÖffnet in einem neuen Tab.
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