Likud fordert Untersuchung mutmaßlichen Wahlbetrugs durch Polizei und Schin Bet
Veröffentlicht
Likud hat die israelische Polizei und den Schin Bet am Mittwoch, dem 28. Oktober, aufgefordert, mutmaßliche Wahlverstöße zu untersuchen. Die Partei warf arabischen Parteien vor, die Abstimmung unzulässig beeinflusst zu haben. In einer Erklärung am Nachmittag teilte sie mit, diesen Behörden und dem Zentralen Wahlausschuss Hunderte Zeugenaussagen und Unterlagen zu übermitteln, die sie als Beweise bezeichnete. Zu den Vorwürfen gehörten Umschläge mit Bargeld und Stimmzetteln von Ra'am, Drohungen oder Gewalt gegen Mitglieder von Wahlvorständen sowie das gemeinsame Betreten des Bereichs hinter dem Sichtschutz durch mehrere Personen. Likud behauptete außerdem, es sei mit doppelten Identitäten abgestimmt worden, die Zahl der Wahlumschläge habe nicht mit der Wählerzahl übereingestimmt und zur Mobilisierung von Wählern sei nach Angaben der Partei verbotene Software eingesetzt worden. „Wir fordern eine gründliche Untersuchung durch Polizei und Schin Bet“, erklärte Likud. Die Partei verlangte außerdem, dass sich der Zentrale Wahlausschuss unverzüglich mit der Sache befasst. Sie bezeichnete das behauptete Verhalten als schweren Eingriff in das demokratische Wahlrecht und forderte eine Prüfung des Materials, das sie nach eigenen Angaben einreiche. Die Mitteilung enthielt Likuds Anschuldigungen und Forderungen nach behördlichen Maßnahmen. Sie gab weder ein Untersuchungsergebnis noch eine Entscheidung zur Ungültigerklärung von Stimmen bekannt. Die Angaben zu den mutmaßlichen Verstößen und zum Umfang des Beweismaterials stammen von der Partei; die Erklärung belegte nicht, dass die Behörden sie bestätigt hatten.
Israel-Wahl 2026: Ergebnisse, Prognosen und Auszählung live
Quellen
Personen in dieser Meldung


Kommentare
Kommentare werden geladen …